Wenn ein Kredit durch die Bank abgelehnt wird

Immer dann, wenn die Bank einen Kreditantrag abgelehnt hat, sollte der Kunden nach den Gründen fragen. Nur dann kann er realistisch einschätzen, ob er voraussichtlich dazu in der Lage sein wird, diese Gründe zu beseitigen oder ob dies eher nicht möglich ist.

Ein ganz wesentlicher Grund für eine Kreditablehnung ist ein fehlendes oder zu geringes Einkommen. Diese Erfahrung machen nicht nur Arbeitslose und Hartz IV Empfänger, sondern auch die meisten Geringverdiener, Auszubildenden und Rentner. Darüber hinaus kann es auch für Selbständige und Freiberufler sehr schwierig werden, einen passenden Kredit zu finden. Dies gilt sowohl für Geschäfts- als auch für Privatkredite. In all den genannten Fällen ist den Banken das Risiko einer Kreditvergabe zu groß. Wenn überhaupt, werden sie nur dann einen Kredit bewilligen, wenn der betreffende Kunde zusätzliche Sicherheiten stellen kann. Welche Sicherheiten dafür infrage kommen, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Dies teilt die Bank auf Anfrage mit.

Grundsätzlich wäre es auch sehr wichtig, dass sich der Kunde nach einer Kreditablehnung immer einer kritischen Selbstüberprüfung unterzieht. Dabei sollte er vor allem die Frage beantworten, ob die von ihm gewünschte Kreditsumme realistisch ist und ob er voraussichtlich dazu in der Lage sein wird, die regelmäßigen monatlichen Tilgungsraten ordnungsgemäß zu leisten. Bezüglich der Kreditsumme gilt die Faustregel, dass sie niemals höher sein sollte als das Sechsfache des Monatseinkommens. Andernfalls könnte es bei der Kreditvergabe ernste Probleme geben. Darüber hinaus wird die kreditgebende Bank auch sehr genau prüfen, ob das monatliche Einkommen ausreichend hoch ist. Es sollte nicht nur den Lebensunterhalt sichern, sondern auch die Zahlung der Kreditraten ermöglichen. Bestehen hier berechtigte Zweifel, wird die Bank einen Bürgen, einen Mitantragsteller oder zusätzliche materielle Sicherheiten fordern.

Ganz schwierig wird es, wenn der Kunde negative Schufaeinträge hat. Dann wird eine Kreditvergabe nur in Ausnahmefällen möglich sein. Dies wäre insbesondere dann der Fall, wenn die vorhandenen Negativeinträge nur gering sind und sich zum Beispiel auf eine kurzfristige Zahlungszielüberschreitung oder eine unbezahlte Handyrechnung beziehen. Gänzlich unmöglich ist eine Kreditvergabe bei den sogenannten harten Negativmerkmalen der Schufa. Dazu wird vor allem die eidessstattliche Versicherung und die Privat- oder Regelinsolvenz gezählt. In dieser Situation wäre es aber auch gar nicht ratsam, einen neuen Kredit aufzunehmen und dadurch neue Schulden zu machen. Die betroffenen Personen sollten sich dann lieber nach einer geeigneten Schuldnerberatung umsehen und versuchen, ihre Finanzen anderweitig in den Griff zu bekommen. Auch ein schufafreier Kredit aus der Schweiz kann nur bedingt die Lösung sein. Wenn überhaupt, dann ist er nur für Arbeitnehmer mit einem guten Einkommen erhältlich.

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